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Testaufbau

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Goldankäufer-Test: der Testaufbau

Auf einem Tisch: Ein gezeichneter Graph, ein Lineal, zwei Stifte und ein Notizbuch.
Sinnvolle Recherche beim Goldankauf

Vorgehen bei der Recherche

Zunächst habe ich das Internet nach allen erdenklichen Informationen durchforstet, die ich über Ankaufsunternehmen habe finden können. So kam ich auf 100 relevante Unternehmen, die ich aus rund 150 Ankäufern vorselektiert habe.

Es war schnell klar, dass diese Anzahl zu groß sein würde, um jedes Unternehmen einem intensiven Test zu unterziehen.  

 

Ziel: Extraktion von 30 Unternehmen, die dann real durch Einsendung von Testobjekten untersucht werden sollten. Ich unterzog also alle 100 einer intensiveren Beurteilung - soweit das möglich war (noch kein realer Test durch Verschicken von Materialien). Natürlich habe ich nicht von jedem Ankäufer alles zu allen 140 Kriterien. Aber meistens zumindest so viel, dass sich die Besseren klar herauskristallisiert haben und ein echter Test anberaumt werden konnte.

a - Grundsätzliche Auswahlkriterien

  • Relevanz bei externen Tests (ich wollte einfach sehen, ob einige der dort vorne Platzierten wirklich so gut sind);
  • Besonderheiten und Tiefe bei Materialien oder Vorgehensweisen;
  • Besonders genaue Analyseverfahren;
  • Alternativen zum Ankauf (Kommission et cetera);
  • Keine Tricksereien sicht- oder vermutbar (zum Beispiel falsche Suggestionen);
  • Offenheit und Transparenz;
  • Eine gewisse Präsenz im Internet;
  • Bekanntheit oder Größe, falls eine vermutlich hohe Kostenintensität dem nicht entgegensteht;
  • Gute, aber nicht übertriebene Werte beim Goldrechner (falls vorhanden);
  • Und die Kombination mehrerer Elemente. (= Gesamteindruck).

b - Besonderheiten Kundenmeinungen

Schwerpunkt: Auf Seiten anderer Ankäufer sowie vor allem bei Google, aber auch auf guten Bewertungsportalen. Es ergaben sich ca. 5.400 verwertbare, da ziemlich sicher auf realen Ankaufsvorgängen beruhende Kundenmeinungen. Besonders viele positive Meinungen waren förderlich. Ebenso solche, die den jeweiligen Ankäufer mit besonders guten oder besonders schlechten Ankäufern verglichen haben. 

c - Besonderheiten Goldrechner / gezahlter Preis

Genaue Angaben erhält man selbstverständlich erst bei einer endgültigen Abrechnung. Und wiewohl im Rahmen des „Goldrechners“ sehr viel getrickst und vorgegaukelt wird, so kann man ihn dennoch zumindest als Indikator der Beurteilung eines Ankäufers heranziehen. Gerade, wenn man dessen Angaben mit den eigenen Testungen abgleicht. Und so habe ich an einem Börsentag alle 100 Unternehmen gecheckt (inklusive rechnerischem Ausgleich, denn manche Unternehmen aktualisieren die Kurse ständig, andere wiederum rechnen nur ein- oder zweimal täglich ab).

 

Die Ergebnisse: Einen Goldrechner haben lediglich 46, davon 22 mit Zeit, 24 ohne Zeitangabe. Die Auswertung der höchstrelevanten 750/585er-Goldkurse ergab, dass beim Vergleich mit dem Börsenkurs des Tages die Marge der Unternehmen zwischen 3,6 % und 28,8 % lag, im Durchschnitt bei circa 13 %. Das bedeutet einen Unterschied von circa 25 %!

Ein Puzzle, bei dem in der Mitte das letzte Teil noch fehlt.
Das Ziel: Den bestmöglichen Ankäufer finden!

Test der 30 Ankäufer

Hypothese: Die Preise auf den Internetseiten der meisten Anbieter geben nicht genau wieder, was letztendlich bezahlt wird. Daher ist die Einsendung realer Materialien notwendig um herauszufinden, was wirklich wie abgerechnet wird. 

a - Das Vorgehen

Hierzu habe ich den Ankäufern in den Jahren 2018 - 2019 einen immer wieder gleichen Testsatz von fünf Objekten aus wesentlichen Materialbereichen vorgelegt. Teilweise vor Ort, aber auch via Verschicken. Nach der Begutachtung habe ich die Objekte wieder mitgenommen oder wieder zurücksenden lassen, um sie dann zum nächsten Ankäufer zu verbringen. Damit war eine Vergleichbarkeit gegeben. 

b - Der Testsatz

  • Weißgoldring 585er Gold mit Brillant 0,25ct;

  • Goldkette 750er Gold;

  • Zahnprothese (Gold / Silber / Platin);

  • Goldmünze „10 Mark Karl Württemberg“;

  • Brosche Sterlingsilber.

c - Die Herausforderung

Es galt, die Vergleichbarkeit von Preisen unterschiedlicher Ankäufer zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu bewerkstelligen. Denn zum einen gab es ja verschiedene Tage der Bewertung. Zum anderen aktualisieren die Ankäufer ihre Preise sehr verschieden: Einige alle fünf Minuten, andere nur einmal täglich. Durch umfangreiche rechnerische Preisbereinigungen konnte aber eine Vergleichbarkeit hergestellt werden. 

d - Voraussetzung / Annahmen

  • Die selbe Ware wird an verschiedenen Tagen zu verschiedenen Ankäufern verschickt;
  • Diese zahlen Preise zu bestimmten Tageszeiten. Entweder fix 1-2 x / Tag oder variabel = mehrmals am Tag;
  • Es existieren laufende Börsenkurse am Tag, das heißt man kann den Börsenkurs mit dem Kurs zum Verkaufszeitpunkt vergleichen (zur Erinnerung: Goldpreis ungleich Altgoldpreis!);
  • Börsenkurse geben (nur) die Tendenz wieder, sie geben keine (klare) Auskunft über die Stimmigkeit des tatsächlich gezahlten Preises, sind aber klares Indiz (wegen verschiedener Zeitpunkte im Laufe eines Tages);
  • Vergleich der prozentualen Abweichung der Börsenkurse zum jeweiligen Tageszeitpunkt;

  • Bereinigung der Preise von den Abweichungen der Börsenkurse;

  • Bereinigung der Preise in Punkto Mengen (die Ankäufer rechnen mitunter unterschiedliche Mengen ab);

  • Referenzen sind immer die höchsten Werte (Menge / Kurse).

Ein Berechnungsbeispiel finden Sie im Download-Bereich. („Vorgehen beim Preistest")

E - Die Auswertung / Kriterien

Beurteilt wurden vor allem der Preis und die Versandmodalitäten, das heißt der Sicherheitsaspekt. Wie angedeutet zu je 100 %. Ergänzt durch alle testbaren Kriterien aus dem Fundus der 140. Insbesondere die Kostenfaktoren, sodass sich ein Nettoerlös unter Berücksichtigung der 20 Erlöskomponenten errechnen ließ. Die Unterschiede bei den Unternehmen waren mehr als deutlich. Und so ergaben sich ganz klare Favoriten. 


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Abbildungsnachweis: Oben: Photo by Isaac Smith on Unsplash - Unten: Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay

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