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Externe Tests

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Wie Goldankäufer getestet werden

Überblick

Eine Lupe, die auf einen PC-Bildschirm gerichtet ist, auf dem man groß "Google" erkennt.
Alle gefundenen Tests zum Goldankauf

Vorab: Ich nenne sie „externe Tests“, um sie von meinem Test der Ankäufer zu unterscheiden. Natürlich sind einige Tests neutral. Aber wie bereits im Kapitel „Die Siegel/Portale“ beschrieben, gibt es auch hier offenbar nicht unerhebliche Zusammenhänge zwischen Testinstanzen und Getesteten. Nicht immer, aber vermutlich oft. Und da gilt es, wachsam zu sein. 

 

Ich habe das gesamte Internet durchforstet und gerade einmal 16 mehr oder minder aussagekräftige zum Thema „Altgoldankauf“ gefunden und ausgewertet. Darunter sind viele, die schon einige Jahre zurück liegen. Details der Auswertung finden Sie im Download-Bereich unter "Auswertung externe Tests".

 

Nicht alle können als regelrechte Tests bezeichnet werden. Oft waren es „testähnliche Übersichten“, die immer mal wieder aktualisiert wurden. Und aktuell waren sie auch eher selten. Die Zeitspanne reicht von 2010-2020, wobei nur fünf ab 2016 datieren. Das ist insofern bedeutsam, als inzwischen einige der Kandidaten entweder gar nicht mehr am Markt sind, oder inzwischen mit anderen Ankäufern fusionierten.  

 

Was die Aussagekraft und das Ergebnis anlangt, gibt es ziemliche Unterschiede. Manche Tests sind auch nur allgemein und haben kein Ergebnis zu verzeichnen (wenn zum Beispiel Zeitungen/Sender über Tests berichten).

 

Es stellen sich also folgende Fragen:

Wer testet überhaupt? Ist die Qualität  beziehungsweise das Fachwissen vorhanden? Sind die Tester unabhängig? Oder gibt es Verflechtungen? Und welche Vergütungen erhalten die Tester?  

Wer testet? / Test-Quellen

Ein großer Haufen gelber Fragezeichen.
Tests und Goldankauf: viele Fragezeichen

A - Portal mit Test (1)

Tatsächlich hat nur ein Altgold-Portal einen echten Test durchgeführt.

 

B - Testähnliche Vergleichsportale (5)

Häufiger zu finden sind diese Instanzen. Dort werden aber lediglich Übersichten von Ankäufern veröffentlicht. Mit aktualisierten Preisen, die vermutlich den Internetseiten der Ankäufer entnommen und damit nicht wirklich überprüft wurden, da kein echter Geschäftsvorfall dahinter steht.

 

C - Institute (4), teilweise mit Medien / Medien (6), teilweise mit Instituten

Hier geht es um Testinstitute oder Internet-Marketing-Firmen, die mit oder ohne Einbezug eines Mediums (Tageszeitung / Nachrichtensender, Internet-Mediendienste) Altgold-Ankäufer testen. Manche Medien führen sie auch eigenständig durch. Oder sie schreiben einfach nur über Tests, das heißt ausschließlich referierend. Bestenfalls bestehen keinerlei Verbindungen zwischen Instituten, Medien und den getesteten Ankäufern. 

 

D - Tests bei Mitbewerbern (2)

Tests von Ankäufern selbst bei Mitbewerbern: Diese sind selten zu finden, aber je nach Aufmachung durchaus aussagekräftig - was regionales Geschehen anlangt.

Tests und Geld

Zwei Quellen beschreiben die Hintergründe ziemlich treffend: 

 

ESG Scheideanstalt.de (2021, 22.10.). Informationen zu Testsieger Berichten Goldankauf / Goldverkauf. ESG Scheideanstalt.de. 

https://www.scheideanstalt.de/was-wir-kaufen/gold/goldankauf/testsieger/

[…] „PR Agenturen, Bewertungsportale und Internet-Marketing Firmen bieten jedem Gewerbetreibendem für entsprechende Stundensätze bzw. Werbeschaltungen an, einen scheinbar neutralen Testvergleich durchzuführen und diesen dann zu publizieren.“ […]

 

Konkret wird zum Beispiel auf ausgewählte Ankäufer verlinkt, wofür der Ankäufer eine Provision erhält. Alternativ  kostet die reine Portalzugehörigkeit Geld - auch unabhängig von einer Verlinkung. Oder beides zusammen. 

 

Gold.de bringt dieses Thema ziemlich gut auf den Punkt. Zwar geht es hier primär um den Zusammenhang zwischen Tests und Siegelerteilung, aber er lässt sich auch auf die reine Testung durch Institute anwenden:

 

Gold.de (2021, 22.10.). Bester Goldhändler? Was Tests sagen - und was nicht. Gold.de

https://www.gold.de/artikel/goldhaendler-test/#test-ergebnisse

[…] „Grundsätzlich sind Tests ja eine gute Sache, denn sie sind für alle eine Win-Win Situation. Verbraucher mögen Tests, weil sie Orientierung bieten. Unternehmen mögen Tests, weil Testsieger Logos ein prima Werbemittel sind. Und Tester mögen Tests, weil sie damit Geld verdienen.

 

Letzteres ist vielen nicht bekannt. Ist aber auch nichts Anrüchiges. Schließlich kosten auch Tests Geld. Selbst die altehrwürdige Stiftung Warentest verlangt seit 2013 eine Gebühr von denjenigen, die das "Test” Signet benutzen wollen. Dennoch sollte man das als Verbraucher wissen. Es hilft, die Relevanz von Tests besser einzuschätzen. Tests sind also, auch, ein Markt.“ […]

 

Und…

 

[…] „Erzeugt ein Test viele Bestnoten, dann lassen sich auch viele Siegel verkaufen. Es muss also die Frage erlaubt sein, ab wann die Vergabe von Testsiegeln in Unterkategorien inflationär wird. Natürlich machen (Einzel-) Kategorien Sinn bei einem Test. Aber wenn jeder in irgendeiner Kategorie irgendwo "Bester" ist, dann wird das aus Verbrauchersicht irgendwann eher verwirrend denn informativ.“ […]

Wer wird getestet?

Die Tests unterscheiden sich grundsätzlich danach, ob es sich um Online-Ankauf handelt oder den vor Ort. Oder beides. Bei den Tests fanden sich alle Varianten - mit dem Schwerpunkt „Filialketten“. Es wurde aber auch alles durcheinander getestet. Insofern muss man da schon genauer hinschauen. Die Kernfrage lautet, wer mit wem verglichen wird. Nur Große oder auch kleine Goldankäufer um die Ecke mit großen Filialen überregional, gleichzeitig online tätiger Ankäufer?

 

Viele Tests beinhalteten lediglich fünf oder sechs Ankäufer. Was heraussticht: In 16 Tests tauchen insgesamt nur 32 verschiedene Unternehmen auf. Bei einer typischen durchschnittlichen Testanzahl von sechs bis neun Unternehmen. Davon waren 13 Unternehmen mindestens zwei Mal dabei. 

Was wird getestet?

a - Material

Wesentliche Frage hierbei: Wie ist der Testsatz beschaffen? Es fällt auf, dass bei einigen Tests tatsächlich nur ein Objekt als Grundlage diente. Wenn man da nur einmal testet, ist das alles andere als repräsentativ. Besser sind da schon drei oder vier unterschiedliche Materialien beziehungsweise Objekte.

 

Zudem wurde in einigen Fällen ein Split innerhalb eines Tests vorgenommen: Manche der Ankäufer bekamen eine Münze, andere eine Münze und ein Schmuckstück. Wie soll man das vergleichen?

 

Und: Beim Online-Ankauf gibt man die Objekte ja aus der Hand. Nun ist es schon ein Unterschied, ob man diese dann wirklich ankaufen, gegebenenfalls auch sofort einschmelzen lässt, oder ob man sie wieder zurückgeschickt bekommt unter Nennung des Ankaufswertes. Denn im ersten Fall ist der Testsatz weg. Man kann also denselben nicht noch einmal verwenden und erhält somit keine gute Vergleichbarkeit, da man einem anderen Ankäufer sicherlich ein etwas anders geartetes Ensemble schickt. Hier unterscheiden sich die Tests gravierend.

b - Preise

Ähnliches gilt dann auch für die Vergütung der Objekte. Denn wenn man einfach die Preise der Internetseite der Ankäufer als Maßstab nimmt, dann ist das etwas gänzlich anderes, als wenn man tatsächlich ankaufen und abrechnen lässt. 

c - Kriterien / Gewichtung

Was auffällt: Die meisten differenzieren nach Preis und Servicequalität, vergessen aber den Sicherheitsaspekt beim Versand. Nur wenige beinhalten die Berücksichtigung weiterer Kosten. Auch die Gewichtung der Kriterien wirft Fragen auf. So werden der Preis und der Service oft mit jeweils maximal 60 % gewichtet. Andere Kriterien, wie zum Beispiel das Verkaufsambiente oder das Abwicklungstempo nehmen einen nicht unerheblichen Stellenwert ein. Ich sehe das komplett anders. Einzelheiten hierzu unter „Der Test“.

d - Wie ist die Test-Auswertung?

Diese Gewichtung fließt dann unter anderem auch in die Ergebnisfindung ein. Denn ab und zu werden Einzelsieger in diesen Kriterien (= Unterkategorien) gekürt. Und so kann schon mal ein Unternehmen Testsieger werden, das in der Kategorie „Preis" eher mittelmäßig ist. „Testsieger“ bedeutet also nicht immer bessere Kurse!

 

Spannend ist auch, wie sich das Ergebnis anfühlt. Kongruent? Gibt es etwaige Glorifizierungen oder gar nur einzelne Verlinkungen zu bestimmten Ankäufern? Wurde auch Negatives benannt? Wurde überhaupt ein Sieger genannt? Auch hier unterscheiden sich die Tests massiv.

Die Einschätzung

Eine Dartscheibe, in der Pfeile stecken. Keiner trifft in die Mitte. Viele gehen vorbei.
Tests - da geht einiges am Ziel vorbei!

Meine persönliche Einschätzung hierzu sieht folgendermaßen aus: Es gibt wenige gute, viele mittelmäßige und einige wirklich schlechte Tests beziehungsweise testähnliche Übersichten. Manche sind sehr dünn. Ich empfinde nur drei von 16 als angebracht, davon nur einen als gut. Und es gibt echt wenige; ich dachte, binnen elf Jahren hätten sich mehr summiert. Und viele davon stammen nur von einem Institut.

 

Einige Beispiele unterlegen diese mangelnde Qualität. Denn teilweise sind die getesteten Unternehmen gar nicht mehr am Markt. Viele der Unternehmen (sechs von 32 = 19 % = jedes Fünfte!) sind pleite, firmierten um oder wurden in ein anderes Unternehmen integriert. Mitunter sind auch echte Böcke dabei: Wie kann man zum Beispiel Gold.de als Portal in einem Test mit aufführen, bei dem man einzelne Ankäufer testet!? 

 

Was sagt das über die Güte der Tests? Sicher - viele der Tests sind älter. Vielleicht haben die Unternehmen inzwischen reagiert und ihr Geschäftsgebaren angepasst. Aber sie geben auch indirekt Auskunft darüber, wie und wen diverse „Testinstitute“ testen. Da kommen doch Fragen auf.

 

Zudem testen sie oft verschiedene Arten von Ankäufern (lokal / deutschlandweit / Internet / Filialketten) und sind damit nicht vergleichbar. Denn auf fast alle der Tests trifft zu, dass nicht der Gesamtmarkt in einem sinnigen Querschnitt abgebildet wird, sondern jeweils nur ein Segment. Und dort wurden dann auch typischerweise nur fünf bis neun Ankäufer getestet.

 

Bei der Bestimmung der Unternehmen wurden die Ankäufer teilweise so ausgewählt, dass ein tatsächlich mittelmäßiger mit wirklich schlechten zusammen getestet wurde und da als Sieger hervorging. Gewissermaßen als „Einäugiger unter Blinden". Die Frage lautet also immer: Wer wurde getestet und so mit wem verglichen? Die Schlechtesten miteinander? Dann gibt es (viel) bessere! 

 

Viele der Tests geben manchmal das genaue Gegenteil des grundsätzlichen Tenors der Kundenmeinungen an anderen Orten wieder. Vor allem gibt es widersprüchliche Testergebnisse im Quervergleich. Mit sehr verschiedenen Ergebnissen zu denselben Ankäufern. Bei ähnlichem Testaufbau. Da ist ein Ankäufer in einem Test spitze, in einem anderen landet er fast am Ende. Hinzu kommt, dass es wenige wirklich aktuelle Tests gibt.

Externe Tests - das Fazit

Viele stilisierte Gesichter. Alle sind grau und ernüchtert. Nur eines ist hell und freut sich.
Goldankauf-Tests: nur wenige Lichtblicke!

Weshalb existieren keine zwei oder drei seriöse Tests (verschiedener Tester!), welche dieselben Kandidaten als Testsieger vorbringen!? Es sind immer andere - das muss doch stutzig machen hinsichtlich der Kriterien beziehungsweise der Auswahl der getesteten Unternehmen. 

 

Meine finale Einschätzung dazu: Von allen 32 getesteten Unternehmen empfehle ich anhand meiner Testungen genau: Eines! Maximal zwei. 


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