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bei größeren beträgen zu berücksichtigen

„Geldwäsche“ beim Goldankauf

Zwei Geldscheine hängen zum Trocknen auf einer Wäscheleine.
Heute schon gewaschen?

Vielleicht fragen Sie sich, was Geldwäsche mit Goldankauf zu tun hat. 

Nun - beim Goldkauf (zum Beispiel Barren oder Münzen) ist das Thema „Geldwäsche“ sicherlich häufiger anzutreffen. Denn da gibt es oft die Situation, dass ein Käufer höhere Summen bar bezahlt.

 

Zwar haben Untersuchungen herausgefunden, dass dies doch eher selten vorkommt (zumindest nachweisbar). Aber die Bundesregierung zieht die Schlinge immer enger zu, um illegale Praktiken, aber auch Terrorismusfinanzierung offenzulegen. Und hierzu wird der gesamte Bargeldverkehr zunehmend engmaschig überwacht. Das belegen die vielen Gesetzesanpassungen der letzten Jahre.

 

Daher betrifft das Thema auch Sie als Altgoldverkäufer, sofern bestimmte Barbeträge überschritten werden. Das heißt, wenn Sie aus dem Altgoldverkauf höhere Barbeträge vom Ankäufer erhalten. Da auch ich gegebenenfalls ein solcher Ankäufer sein kann (vergleiche Option D bei den Beratungsarten), wäre ich mit im Spiel. Je nach Höhe greifen hier bestimmte Mechanismen.

 

Die wesentliche Maßnahme beim Ankauf: Eine Identitätsprüfung des Altgold-Verkäufers (= Kunden) ab einem Betrag von 2.000 Euro Dies geschieht durch Vorlage des Personalausweises oder anderer Papiere zum Identitätsnachweis. 

 

Was man noch berücksichtigen sollte: Spätestens wenn man einen höheren Barbetrag aus dem Erlös seines Verkaufs bei seiner Bank einzahlen will, greifen weitere Regelungen des Geldwäschegesetzes. Einzelheiten zu den Bestimmungen hier: (keine Garantie für Aktualität der Informationen)

 

https://www.ihk-koblenz.de/unternehmensservice/recht/gewerberecht/geldwaesche/das-geldwaeschegesetz-3818230 (03/2021)

https://www.merkur.de/verbraucher/bargeld-geldwaesche-euro-bafin-banken-eu-90921639.html

(08/2021)

https://www.pequris.de/geldwaeschegesetz-gwg-edelmetalle-gold-juweliere/
(02/2020) 

Das Geldwäschegesetz (GwG)

Grundsätzliche regelungen

Ein Paragrafen-Zeichen.
Geldwäschegesetz und Goldankauf

Die Bestimmungen sehen abhängig von der Höhe des Barbetrages vor,

  • Identitätsprüfungen vorzunehmen (Vorlage des Personalausweises oder ähnlicher Nachweis-Dokumente);
  • den Betrag durch Vorlage von Nachweisen zu dokumentieren (zum Beispiel Rechnungen);
  • Meldungen an die Finanz- oder Aufsichtsbehörden durchzuführen.

Das Ganze ist in vielen Fällen zudem davon abhängig, ob es sich um Bestandskunden (bekannte Kunden) handelt, oder ob es um neue, gelegentliche oder immer wieder wechselnde Kunden geht. Oder wie die Transaktion ablief (bar oder mit Geldkarte; nicht: EC-Karte).

 

Hinzu kommen weitere, branchenspezifische Regelungen. Das betrifft natürlich solche Bereiche, die intensiv mit Bargeldverkehr zu tun haben (insbesondere Banken). Es stehen aber auch Branchen im Fokus, bei denen häufig Bargeschäfte abgewickelt werden oder/und die mit hochwertigen Gütern handeln (Autohandel, Immobiliengeschäfte, aber eben auch Edelmetallgeschäfte).

 

Außerdem müssen die meisten Unternehmen ein organisatorisches System auf die Beine stellen, um diese Nachweise zu erbringen. Ganz schön komplexe Anforderungen. Und passenderweise gibt es in den Quellenangaben manch` Widersprüchlichkeit bezüglich einiger Aspekte. Es gilt also, genauer hinzuschauen und die Aktualität zum Beispiel von Links zu beachten.

nachweisgrenzen/beträge

Bei Bar-Beträgen ab 15.000 Euro muss den Behörden die Herkunft des Geldes durch den Empfänger des Barbetrages zwingend gemeldet werden. Egal, durch welchen Empfänger. 

 

Die Höhe der Summe bei Identitätsprüfungen und Herkunftsnachweise hängt von der Branche ab. Finanznahe Branchen und solche mit hochwertigen Gütern müssen diese für Bestandskunden ab 10.000 Euro durchführen, für Gelegenheitskunden bereits ab 2.500 Euro. Goldhändler sogar bereits ab 2.000 Euro.

 

Viel Banken (und andere Institutionen/Unternehmen) nehmen die Prüfungen und Nachweise aber auch schon bei weitaus geringeren Barbeträgen aus eigenem Antrieb vor, ohne zwingend gesetzlich dazu verpflichtet zu sein. Manche bereits bei 1.000 Euro. Sie müssen also bei Ihrer Bank einzeln erfragen, ab welcher Summe das der Fall ist.

 

Wichtig ist auch, dass alle Geschäftsvorfälle berücksichtigt werden, die innerhalb eines 5-Jahres-Zeitraumes liegen. Das bedeutet, dass die Barbeträge innerhalb dieser Zeit addiert werden. Man kann also nicht zu verschiedenen Zeitpunkten unter der Grenze liegende Barbeträge ohne Identitätsprüfung oder/und Nachweis der Herkunft zum Beispiel einfach einzeln bei seiner Bank in dem Glauben einzahlen, man bliebe damit unter der Grenze.

fazit

Schauen Sie also genau hin, wenn Sie höhere Beträge aus Ihrem Altgoldverkauf erlösen und diese einzahlen wollen. Sofern Sie einen Nachweis des Ankaufs vom Ankäufer haben, ist alles gut. Normalerweise geschieht das mit einem Kaufvertrag beziehungsweise einer Abrechnung, die Ihnen jeder gute Ankäufer auch ausstellt. Falls nein, dann haben Sie gegebenenfalls ein Problem. 

Abbildungsnachweis: Oben: Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay - Unten: © Can Stock Photo / eliahinsomnia