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Siegel / Portale

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Der Markt der Siegel und Portale

Die Situation

Ein stilisiertes, weltumspannendes Netz mit gesichtslosen Menschen im Vordergrund.
Bitte beachten: Anonymes am Markt des Goldankaufs

Siegel und Bewertungen sind „in“. Jeder braucht schließlich Orientierung in einem immer unübersichtlicher, unpersönlicher und manchmal auch betrügerischer werdenden Markt. Schon gar im Internet. Daher ja auch diese Website hier!

 

Und so gibt es im gesamten Wirtschaftswesen eine stattliche, fast inflationäre Anzahl an Siegeln und Zertifizierungen. So viele, dass es inzwischen fast schon auffällt, wenn man keines hat. Viele von diesen fußen selbstredend auf diversen Tests. So kennt man das zum Beispiel von der TÜV-Plakette, die es ja nicht nur im Kfz-Bereich gibt. Aber manche beruhen eben auch nur auf Kundenmeinungen beziehungsweise Bewertungen.

 

Das Prinzip: Portale testen Produkte oder Dienstleistungen, veröffentlichen gegebenenfalls Kundenmeinungen hierzu und je nach deren Güte erteilen sie ein Siegel, welches das jeweilige, beurteilte Unternehmen (= Kunde des Siegel-Erteilers) dann werbewirksam nutzen kann. Aber halten die Siegel immer, was sie versprechen? Und arbeiten die siegelerteilenden Institute unabhängig und seriös? Wer kontrolliert sie (neben gesundem Menschenverstand)? 

 

Die Kernfrage: Sind es wirklich von realen Kunden mit wirklichen Geschäftsvorfällen im Hintergrund geschriebene beziehungsweise direkt von diesen Kunden veröffentlichte Bewertungen, welche der Siegelerteilung oder dem Bewertungsergebnis zugrunde liegen? Oder sind es doch eher von Algorithmen oder Ghostwritern erstellte, mitunter auch mit wirklichen Kundenbewertungen durchsetzte Erfahrungen, die dort veröffentlicht werden? So zumindest munkelt man bezüglich der Branche. Und nicht nur ein Nachrichtenmagazin hat dies schon hinterfragt.

 

Siegel sind also grundsätzlich erst einmal fragwürdig. Aber jeder scheint sich auf sie zu verlassen. Das mag wohl an der alten Mentalität liegen, echten oder pseudoechten Institutionen zu vertrauen (wie beim guten alten TÜV). Sieht ja auch erst mal gut aus, so ein Button auf der eigenen Homepage. Nutze ich ja auch.

Allgemeine Siegel und Zertifizierungen

Ein Siegel an einer Kordel auf einem alten Stück Papier.
Ein Siegel - wie edel. Aber stimmt das?

Die Kernaussagen der siegelerteilenden Unternehmen:

  • Kunden sollen mehr Vertrauen gewinnen können;
  • Der Umsatz soll dadurch gesteigert werden;
  • Bewertungen von „echten Kunden" machen dies möglich.

Die Kernfrage lautet: Sind die Bewertungen wirklich von „echten Kunden“? Und - was sind „echte Kunden“? Die kann man theoretisch auch erfinden.

 

Aussagen der Siegel-Unternehmen bemerken hierzu dann typischerweise, dass es dafür einfache Indizien gäbe. Wie zum Beispiel ein differenziertes Bewertungsbild mit eben nicht so guten Bewertungen sowie auf etwaige, negative Bewertungen antwortende Unternehmen. Stimmt ja auch. Aber: Ein „differenziertes Bewertungsbild“ heißt noch lange nicht, dass nicht auch Algorithmen oder Mitarbeiter der siegelerteilenden Unternehmen differenzierte Profile erstellen können, ohne dass wirkliche, authentische Menschen mit wirklichen Kundenerfahrungen dahinter stehen. Alles schon vorgekommen. 

 

Und bestenfalls gäbe es zu einer Bewertung „ein öffentliches Autorenprofil - idealerweise sogar mit Name und Profilbild. Dies erhöht grundsätzlich die Wahrscheinlichkeit, dass sich hinter der Bewertung ein echter Kunde verbirgt.“ Wohl wahr. Zum Glück. Jedoch wohl eher selten, wenn man in der Branche genauer hinschaut.

 

Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass diese teilweise bewusst eingestreut sind, um wenigstens etwas Echtheit zu bewahren. Hinzu kommen dann noch tatsächlich echte Angaben über das Unternehmen. Zum Beispiel Mitarbeiternamen oder Adressen et cetera. Das wäre ja auch nicht weiter schwer mit einzupflegen, sind es doch vermutlich die auftraggebenden Unternehmen, welche den Portalen die Daten für generierte Kundenmeinungen zur Verfügung stellen.

 

Manche nutzen sogenannte „Review Scanner“, die automatisch Unregelmäßigkeiten bei Bewertungen erkennen können, beispielsweise so gut wie ausschließlich positive Bewertungen. Zudem gebe es bei manipulierten Bewertungen höhere Geldstrafen, da gegen geltendes Recht verstoßen würde. Jedoch - hier ist explizit nur von Verstößen seitens der Unternehmen die Rede, nicht jedoch seitens der Siegel-Plattformen selbst. 

 

Das ist ja alles schön und gut. Und klingt ja auch erst mal … normal gut. Typisches Business-Blabla halt. Irgendwie „glatt“. Genau so, wie die vermutlich Bewertungen produzierenden Mechanismen hinter den Kulissen einiger dieser Siegel-Unternehmen.

Meine Meinung

Ein Schild mit der Aufschrift "Feedback".
Klare Kante zu Siegeln beim Goldankauf

Ich bin mir sicher, viele der Siegel-Unternehmen wissen genau, was sie da tun. Es ist ein wirklich großes, fettes Business, das Erteilen von Siegeln und Veröffentlichen von Bewertungen. Denn klar ist: Damit sollen der Umsatz gesteigert und hohe Kundenfrequenz bei den „Besiegelten“ dargestellt, manchmal auch nur vorgetäuscht werden.

 

Verstehen Sie mich nicht falsch: Siegel sind besser als Betrug. Und einige fußen auch auf wirklichkeitsbasierten Kundenerfahrungen. Aber viele eben auch nicht. Und wenn sie selbst unlautere Absichten bergen oder zumindest fragwürdig sind, dann ist doch sowohl Vorsicht geboten, als auch kritische Betrachtung angemessen.

 

Übrigens: Bei den von mir getesteten 100 Ankaufsunternehmen haben gut 2/3 irgendein Siegel. Damit sind sie nicht wirklich unterscheidbar. Und das andere 1/3 besteht zu einem großen Teil aus größeren Unternehmen, die offenbar keine Notwendigkeit darin sehen, ein solches überhaupt zu erlangen. Meine Schlussfolgerung: Siegel sortieren lediglich die wirklich schlechten Unternehmen aus, haben aber so was von wenig Aussagekraft über die wirklich Guten, dass dieses Thema in Sachen Performance zu vernachlässigen ist. 

 

Was ich also von Siegeln halte? Von einigen etwas mehr. Ansonsten wenig. Manchmal auch gar nichts. Warum? Weil für mich klar ist - auch hier wird reichlich getrickst. Zumal: Weshalb ist es überhaupt notwendig, Kunden davon zu überzeugen, dass alles mit rechten Dingen zugeht!? Weil eben doch manches im Argen liegt. Ich bin sicher weit davon entfernt, ein Verschwörungstheoretiker zu sein. Aber Skepsis scheint geboten. Eine Übersicht aller relevanten Siegel- beziehungsweise Zertifizierungsinstanzen (Summe = 23) finden Sie im folgende Abschnitt. Ich persönlich halte nur circa ein Drittel dieser für mehr oder minder glaubwürdig. 

 

Etwas anderes sind authentische, wirklichkeitsbasierte Bewertungen. Die sind aussagekräftiger. Auch wenn der ein oder andere Kunde seine Meinung nicht unbedingt immer aufgrund wirklicher Sachkenntnis heraus tätigt. Aber in den allermeisten Fällen kann man sie ab einer bestimmten Anzahl für die Beurteilung eines Unternehmens im Durchschnitt heranziehen.

 

Und den Unterschied zu gefaketen Bewertungen kann man sehr deutlich erkennen. Eine einfache Gegenüberstellung von Kundenmeinungen im folgenden Beitrag gibt einen klaren Hinweis darauf, wo der Unterschied liegt und was dadurch indirekt auch von einigen Siegeln zu halten ist.

Überblick Siegel und Zertifizierungen

Ein Register mit verschiedenen Reitern für einzelne Buchstaben.
Eine große Sammlung - aber wenig Gutes

A - Zertifizierungen im Goldbereich

B - Bewertungsportale mit Kundenmeinungen (Einschätzung nur Goldankauf)

Hier einige der Portale, bei denen man Bewertungen zu Goldankäufern finden kann. Machen Sie sich selbst ein Bild ...

C - Allgemeine Siegel/Zertifizierungen (ohne direkte Kundenmeinungen)


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